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Finanzsteuerung mit Electronic-Banking
Finanzsteuerung mit Electronic-Banking
Creditreform Unternehmermagazin
Creditreform Magazin, 08.08.2011
Unternehmen können mit Electronic-Banking ihr Bankenrating und damit ihre Kreditwürdigkeit verbessern. Bankinstitute bieten dafür mit weitgehend individuell zugeschnittenen Programmen ein hohes Maß an Effizienz.
Der individuell gesteuerte Einsatz professionell aufbereiteter Unternehmenssoftware versetzt Unternehmer in die Lage, durch eine entsprechende Rentabilitäts- und Liquiditätssteuerung anspruchsvolle betriebswirtschaftliche Ziele und Wettbewerbsvorteile zu erreichen. In Zeiten unsicherer Geschäftserwartungen gewinnt dieser wichtige Teil unternehmerischen Handelns aber auch vor dem Hintergrund zunehmend restriktiver Kreditvergaben an Bedeutung. Die Angebotsvielfalt der Kreditbranche lässt dabei kaum einen Bereich aus. So gibt Software für Basisinformationen wie Kontostände, Umsätze und Terminlisten oder für die komplexen Bereiche der Lohn- und Finanzbuchhaltung. Darüber hinaus werden Finanzierungsaspekte etwa zur Kreditwürdigkeit oder zu Kreditinien und Kreditfälligkeiten des Betriebes berücksichtigt. Auch bei Geldanlagen bieten derartige Datenverarbeitungsprogramme ein umfangreiches Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise Tages- und Termingeldübersichten. Es überrascht daher, dass es in der betrieblichen Praxis offenbar nach wie vor einen Nachholbedarf bei diesen Bankprodukten gibt. Vor allem die zur Optimierung der Zahlungsströme angebotenen Softwarelösungen werden zurückhaltend eingesetzt. Dabei gibt es bei den Kreditinstituten längst hocheffiziente und häufig auch preiswerte Alternativen zur bisher üblichen Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs mit mehreren Bankinstituten. Bei professioneller Anwendung der Produkte ist so zum Beispiel die taggleiche Kompensation mehrerer Bankkonten möglich, so dass Kredit- oder Überziehungszinsen auf ein Minimum reduziert werden können.
Verschiedene Vorteile
Nahezu sämtliche Bankengruppen bieten entweder mit Informationscentern oder mit Unterstützung von Datenträgern Informationen über die individuellen Bausteine elektronischer Hilfe. Dabei ist die Schnelligkeit des Datentransfers nur ein Aspekt. Weitere Kriterien sind zeitnahe Informationen über Bankkonten und die wirksame Auswertungs- und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der jeweiligen Kontoinformationen. Darüber hinaus umfasst die Produktpalette auch die Unterstützung bei der Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung. Neben der Organisation und Durchführung gewinnt also die Steuerung von Finanztransaktionen zunehmend an Bedeutung. Bei dieser Betrachtung soll nochmals daran erinnert werden, dass der professionelle Einsatz des Electronic-Banking als Teil der Betriebssteuerung durchaus Auswirkungen auf das Kreditrating und damit unmittelbar auf die Kreditbeurteilung der Hausbanken haben kann. Rentabilitäts- und Liquiditätsverbesserungen können so nicht nur die Ertragslage des Betriebes verbessern, sondern auch die jeweiligen Kreditkonditionen.
Wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz bei den Verantwortlichen im Unternehmen ist naturgemäß die Sicherheit jeder einzelnen Datenübertragung. Ausgereifte Sicherheitskonzepte ermöglichen Übertragung und Verarbeitung wichtiger Daten. So dienen elektronische Verschlüsselungen der jeweiligen Unterschriften dazu, sensible Daten gegen Missbrauch zu schützen. Elektronische Schlüssel sind ausschließlich dem Rechner des jeweils Verantwortlichen und des betreffenden Bankinstitutes bekannt. Je nach Produkt sorgt außerdem eine automatische Sperrung des Online-Zuganges dafür, dass Unbefugte nicht durch Ausprobieren die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) des Kunden ermitteln können. Darüber hinaus ist die Sicherungstiefe mittlerweile sehr ausgeprägt. So sind beispielsweise individuelle Zugriffsberechtigungen für einzelne Funktionen und bestimmte Daten für autorisierte Personen oder zeitnahe Übersichten über jede einzelne Transaktion. Dadurch sind eindeutige Zuordnungen der jeweiligen Verantwortlichkeiten bei jeder Buchung erkennbar. Weitergehende Details sollten mit dem jeweiligen Kreditinstitut geklärt werden.
Professionelle Mitarbeiterführung
Vor diesem Hintergrund können sich Unternehmer also auf die eigentlichen Finanzinformationen und auf die daraus resultierenden Erfordernisse konzentrieren. Nicht nur Finanztransaktionen können durch den Einsatz individueller Softwarelösungen effizienter durchgeführt werden, auch innerhalb des gezielten Mitarbeitereinsatzes sind technische Entscheidungshilfen möglich. Die jeweiligen Softwarelösungen sind beispielsweise in der Lage, anhand von Erfahrungswerten Umsatzprognosen zu ermitteln und den dazu jeweils erforderlichen Bedarf an Mitarbeitern festzustellen. Je nach Prognosetiefe der einzelnen Produkte sind auch Angaben über die voraussichtliche Umsatz- oder Kundenverteilung etwa im Tagesverlauf möglich. Professionell angewendet, bieten derartige Softwareprogramme also erhebliche Potenziale zur Produktivitätsverbesserung. Dass dabei der Datenschutz nicht zu kurz kommt, verdeutlichen die Anwendungsmöglichkeiten auch bei möglichen Auslagerungsprozessen. Durch den hierzu regelmäßig erforderlichen Austausch vertraulicher Daten werden hohe Anforderungen an die Sicherheit gestellt. Softwareunterstützte, mehrstufige Konzepte stabilisieren den Schutz gegen Angriffe auf sensible betriebliche Daten ebenso wie Risiken beim rechtsverbindlichen Dokumentenversand. Durch geeignete Software können Dokumente verschlüsselt und elektronisch signiert werden.
Autor: Michael Vetter
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